Die Natur – Opfer oder Lehrer?

Das Ziel des Seminars “Die vier Elemente” in Heiligenblut am Großglockner war die Verknüpfung der Selbst- und Naturerfahrung. Uns selbst anders sehen als zu Hause in all unseren Funktionen. Nur Mensch unter Menschen, offen für das, was uns begegnet…

Schlagzeilen auf Schildern des Natura-Mystica- Weges, wie “Empfinde jede Pflanze als Wort einer schönen, fremden Sprache” oder ” Die Kraft von Vielen lässt Wunder im Verborgenen wachsen” werden mit Leben gefüllt.

Alte Weisheiten der Hollaleitisch, der Wesen, die früher den Menschen zur Seite gestanden haben und sich zurückzogen, weil wir Menschen, die Achtung vor der Natur verloren haben. Ein wenig wie die Heinzelmännchen zu Köln…

Alte Weisheiten, die etwas in uns zum Klingen bringen – eine Sehnsucht nach Verbindung, nach Ruhe, nach Schönheit, nach Halt, nach Verwurzlung…

Alte Weisheiten, die so oft verdrängt werden, denn für sie glauben wir keine Verwendung zu haben, in unseren auf Leistung, Arbeit, Konsum und Hast konzentrierten Leben…

Immer wieder machten sich die Teilnehmer darauf aufmerksam, dass wir hier und jetzt, bei diesem Seminar und in Heiligenblut doch Zeit hätten, uns Zeit lassen könnten, hier und jetzt in der Ruhe die Kraft läge. Wir lernten – dort liegt sie immer, auch zu Hause, auch im Alltag…

Nach nur ein paar Metern hinter der letzten Straße beginnt der “Sprachkurs” der Pflanzen, demonstriert uns die Großartigkeit der Berge unsere eigentliche “Größe”, zeigt die Kraft der Elemente uns unsere Grenzen auf, nimmt die Natur uns großzügig und selbstverständlich in Liebe auf.

Das macht mich glücklich! Nach allem, was Menschen der Natur angetan haben und noch immer antun, ist die da – in aller Stärke, Schönheit und Vielfalt im Winzigkleinen und Riesiggrossen.

Warum sollte ich also versuchen, mir die Erde untertan zu machen oder die Elemente zu besiegen? Ich bin lieber dankbar dafür, Teil der Schöpfung, Teil der Natur zu sein und die Elemente in mir in aller Intensität zu spüren!

Sophie

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