Corona – oder die Sehnsucht nach Sicherheit

Schon lange wird vor sogenannten “Superviren” gewarnt, die mehrere Erkrankungen gleichzeitig oder kurz aufeinander folgend auslösen können. In den letzten beiden Jahren trat zum Beispiel gehäuft ein grippaler Infekt auf, der neben den typischen Erkältungssymptomen auch Magen-Darm-Symptome wie Durchfall und Erbrechen mit sich brachte, entweder gleichzeitig oder in allerkürzestem Zeitabstand. Noch bis zu zwei Monaten nach durchgemachter Erkrankung klagten die Patienten noch über eine deutliche Schwächung. Auch bei dem Corona-Virus kann es neben den Atemwegssymptomen zu Darmproblemen kommen.

Selbst bei stringent durchgeführten Schutzmaßnahmen können solche Entwicklungen und auch die Entstehung neuer oder veränderter, also mutierter, Viren nicht verhindert werden, denn die Evolution hat nicht aufgehört. Auch im Jahre 2020 gilt noch Darwins Grundsatz des “survival of the fittest”. Der- oder dasjenige, das sich am besten an die herrschenden Umweltsituationen anpasst, überlebt. Das gilt auch für Viren, die sich ständig weiterentwickeln, mutieren.

Auch der Mensch nimmt fortwährend an der Evolution teil, sein Immunsystem muss sich anpassen an immer neue Herausforderungen. Der beste Weg dazu ist ein Training. Dieses Training wird aber inzwischen aus Angst vor halbwegs beherrschbaren Krankheiten, die wir z.B. durch Impfungen verhindern wollen, unterbunden. Geimpfte Eltern können ihren Kindern nicht mehr den so dringend notwendigen sogenannten Nestschutz mitgeben, das Immunsystem kann sich nicht weiterentwickeln. Die Angst wächst, gegen die Angriffe neuer und mutierter Viren nicht gewappnet zu sein, solange es dafür keine Medikamente oder Impfungen gibt. Nebenbei gemerkt – Angst macht Streß und Streß schwächt die körpereigene Abwehr.

Wir verhalten uns so als würde es reichen, in einem Auto einen Sturzhelm zu tragen und vergessen dabei, dem Auto Bremsen einzubauen. Wann immer eine Erkrankung, ein neues Virus auftritt, zerbricht die schöne heile Welt der Scheinsicherheit. Der einzige Schutz, den wir haben, ist ein stabiles, sich weiterentwickelndes Immunsystem, eine immer, nicht nur in Zeiten von Infektionen, durchgeführte persönliche Hygiene, die Selbstverantwortung des Einzelnen, der bei jeder ansteckenden Erkrankung das Haus hütet, um eine Verbreitung zu verhindern, eine gesunde Lebensführung – das sind die Bremsen unseres Lebensautos, nicht gehortete Atemschutzmasken und Angst.

Niemand möchte krank sein, ich auch nicht, und sterben schon gar nicht, ich auch nicht. Aber nur, weil wir es nicht wollen, können wir es nicht verhindern. Vielleicht ist das jetzt grassierende Corona-Virus ein Aufruf an uns alle, aus dem Traum der Scheinsicherheit zu erwachen, zu jeder Zeit auf unsere Gesundheit und die unserer Mitmenschen zu achten und endlich die Bremsen in das Auto unseres Lebens einzubauen und alles in unserer Macht stehende zu tun, um uns den Gesetzen des Lebens auf diesem Planeten bestmöglich anzupassen. Vielleicht weckt es auch die Regierungen dieser Welt auf, die Finanzierung medizinischer Forschung endlich selbst in die Hand zu nehmen, damit die Forscher unabhängig zum Wohle der Menschen forschen können und nicht das Damoklesschwert der wirtschaftlichen Verwertbarkeit ihrer Erkenntnisse über ihnen hängt.

Bleibt gesund und stark!

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