Mut statt Angst – Willkommen 20er Jahre

Das zweite Jahrzehnt des neuen Jahrtausends ist vorbei. Geprägt war es von ANGST. Angst vor Terror, Angst vor Überfremdung, Angst vor dem Zusammenbruch der Wirtschaft, Angst vor der Globalisierung und jetzt Angst vor dem Klimawandel.

Überfordert von dieser Angst wird das Heil in Verboten gesucht, nach Schuldigen gefahndet. Einmal sind es “die Ausländer”, dann sind es “die Reichen”, zur Zeit sind es “die Umweltsünder” – oder, wie der Westdeutsche Rundfunk Kinder singen liess, “die Umweltsäue”. Damit ist die Angst beruhigt, denn wenn man die jeweilige Gruppe “Schuldiger” diffamiert, genügend, wenn auch zum Teil haarsträubende, Gesetze beschliesst, dann wird alles gut. Wird es aber nicht, denn grosse Herausforderungen benötigen intelligente Lösungen.

Die Parteien erhalten Zulauf, die die im jeweiligen Moment vorherrschende Angst am besten ausschlachten können, am lautesten nach Verboten schreien und damit eine Stärke vorgaukeln, die sie nicht haben. Die Sehnsucht nach einem bestimmenden, die Richtung vorgebenden Regierungs-Oberhaupt wird laut.

Die Gesellschaft spaltet sich, immer neue Zwangsgesetze hebeln das Grundgesetz unserer freiheitlichen Demokratie aus. Scheinsicherheit wird gesucht, weil die Menschen befürchten, die Kontrolle zu verlieren. Würde jetzt ein neuer Bundestag gewählt, wäre eine Regierungsbildung aus Menschen, die mit Achtung vor ihren Mitmenschen und den Werten von Demokratie und Freiheit, mit Klugheit, Besonnenheit und Wissen in der Lage wären, wirkliche Verantwortung zu übernehmen, nicht möglich.

Schon immer stand die Menschheit vor grossen Herausforderungen. Angst hat dabei nie geholfen, sondern nur der Manipulierbarkeit Tür und Tor geöffnet.

Wohin Angst und die Suche nach Schuldigen führt, könnten wir am Beispiel der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts bereits gelernt haben. Sie führen ins Chaos, in die gesellschaftliche Spaltung, die Hetze, die Diffamierung, in Überwachung und Kontrolle, den völligen Zusammenbruch der Menschlichkeit.

Wollen so viele Menschen das wirklich? Wollen sie mit ihrem angstbesessenen Denken so lange weitermachen, bis dann endlich wieder ein machtvolles Staatsoberhaupt da ist, das das Volk aufteilt in Gute und Schuldige, das klare und, vor allem, simple Regeln aufstellt, die keinen überfordern und jeden beseitigt, der sich nicht daran hält? Dann könnte die deutsche Seele endlich wieder im Gleichschritt marschieren. Die Follower hätten ihren Influenzer gefunden. Welche Farbe werden die Uniformen dieses Mal haben?

Meine Wünsche für das neue Jahrzehnt? Eigentlich ist es nur ein Wunsch:

MUT statt ANGST

damit die Menschen sich gemeinsam mutig und klug den Herausforderungen stellen und sie meistern. Angst formt Menschen zu einer Masse, die dem geschicktesten Populisten folgt und ohne jegliches persönliches Verantwortungsgefühl jeden ausserhalb der Masse entrechtet und vernichtet. Wer Angst, ganz gleich wovor, instrumentalisiert, will Macht und niemals die Lösung von Problemen, denn dann verlöre er seine Macht.

MUT zur Klugheit, MUT zur Freiheit, auch zur Freiheit des Andersdenkenden, MUT zur Verantwortung, MUT zum Frieden, MUT zur Liebe – nur so lösen wir die anstehenden Probleme.

HAPPY NEW YEAR

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