Nur ein kleiner Pieks…

Die Mär von der Glaubwürdigkeit der Impfschadenstatistik und den sicheren Impfungen – 1. Teil…

Wir schrieben das Jahr 1974. Glücklich war ich auf der Schule meiner Wahl aufgenommen worden. Jeder Tag war noch Abenteuer, alles unbekannt und neu.

Dann wurde eines Tages die gesamte Klasse aufgefordert, sich im Hausmeisterraum einzufinden, der gleichzeitig auch als Erste-Hilfe-Raum diente. Stutzig wurden wir, als wir alle unsere Oberteile ausziehen sollten. Aber als Frischlinge der Schule trauten wir uns noch nicht aufzubegehren oder uns gar der Anweisung zu verweigern.

Da standen dann 45 Mädchen in Unterhemdchen brav in einer langen Reihe und begriffen nicht, was geschah… Wir wurden darüber aufgeklärt, dass wir einen kleinen Pieks in den Arm erhalten würden und stillhalten sollten. Danach dürften wir uns wieder anziehen und zum Unterricht zurückkehren. Leise sollten wir auf dem Weg ins Klassenzimmer sein.

Mir wurde im Laufe des Schultages ganz seltsam. Kopfschmerzen, Schwindel, abwechselnd heiß und kalt wurde es mir. Danach weiß ich lange Zeit nichts mehr. Ich muss es irgendwie wohl noch nach Hause geschafft haben, wo ich mit hohem Fieber, das sich über Tage hielt, meiner Mutter in die Arme gesunken war.

Das Erste, woran ich mich wieder erinnere, waren die besorgten Gesichter meiner Mutter und unseres Hausarztes an meinem Bett. “Das kommt bei der Pocken-Impfung recht häufig vor. Hoffen wir, dass sie das folgenlos übersteht.”

Sie überstand! Und damit ging es mir besser als anderen, die diese Impfung nicht überlebten. Trotz schwerer Nebenwirkungen wie Hirnschäden und Tod, wurde die Pocken-Impfpflicht erst im Jahre 1975 eingestellt.

Ach ja, ob meine schwere Erkrankung infolge der Pocken-Impfung, wie im Gesetz vorgeschrieben, dem Gesundheitsamt gemeldet wurde? Nein!

Sophie

Fortsetzung folgt…

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